Urlaub mit der Großfamilie liegt im Trend. 29 Prozent unserer User verreisen ab und zu mit mindestens drei Generationen.[1] Doch wenn neben Eltern und Kindern auch Oma und Opa dabei sind, bedarf es vorab einer guten Planung, damit alle ihren Urlaub genießen können. HolidayCheck Expertin Claudia Haller verrät, welche Fragen sich Großfamilien vor Reiseantritt stellen sollten:

Wohin soll es gehen?

Kroatien, Spanien, Frankreich oder doch lieber Deutschland? – So verschieden wie die Reiseziele sind oft auch die Vorstellungen der Familienmitglieder. Da heißt es: Alle Ideen auf den Tisch und schauen, welches Ziel die größte Zustimmung findet. Familien müssen sich natürlich nicht auf Europa beschränken. „Auch die meisten älteren Menschen sind heute so fit, dass ihnen selbst lange Flugreisen nichts ausmachen“, sagt Claudia Haller von HolidayCheck. „Die USA zum Beispiel sind ein spannendes Reiseland für Groß und Klein. Restaurants stellen Kindersitze zur Verfügung, viele Hotels bieten ohne Aufpreis separate Kinderbetten an. Und in Museen und Nationalparks gibt es zahlreiche Mitmachangebote für die Jüngsten.“

Wann und wie lange verreisen wir?

Während die Großeltern, so sie denn schon aus dem Berufsleben ausgestiegen sind, ein größeres Zeitbudget zur Verfügung haben, setzen bei den Enkeln häufig die Schulferien den Rahmen. „Wer mit mehreren Generationen reist, sollte sich vorab auch ehrlich fragen: ,Wie lange halten wir es miteinander aus, bevor es uns in großer Runde zu viel wird?’“, rät die unsere Expertin. Im Durchschnitt dauern Familienurlaube 8,4 Tage, wie die HolidayCheck Reisebuchungsdaten zeigen.[2]

Welche Bedürfnisse hat jeder Einzelne?

Endlich Zeit für die Enkel, denken sich die Großeltern. Endlich etwas Zeit für uns, denken sich die Eltern, die die Kleinen nur allzu gern in die Obhut von Oma und Opa geben. Doch so groß die Freude über gemeinsame Urlaubstage und die familieneigenen Babysitter auch ist, die Bedürfnisse der Generationen sind nicht immer deckungsgleich. „Die Kinder wollen im Pool toben und bei Ausflügen was erleben. Die Großeltern legen vielleicht Wert auf Wellness-Angebote und eine Siesta“, nennt Claudia zwei Beispiele. „Hier sollten alle Parteien vor der Reise besprechen, was ihnen besonders wichtig ist.“

Welche Unterkunft passt zu uns?

Da im Urlaub keiner Lust hat, ständig für alle zu kochen, entscheiden sich die meisten Familien für eine Unterkunft mit Vollverpflegung. 56 Prozent der via HolidayCheck getätigten Buchungen von Familien enthalten Vollpension oder All-Inclusive-Pakete, 25 Prozent Halbpension. Das Freizeitangebot ist ein zweites wichtiges Kriterium: Clubanlagen, aber auch viele Familienhotels bieten Annehmlichkeiten wie Kinderbetreuung, Sportprogramm oder Wellnessbereich. „Für Großfamilien besonders gut geeignet sind Hotels, die Apartments mit mehreren Schlafzimmern anbieten“, sagt die unsere HolidayCheck-Expertin. „Hier treffen sich alle im Wohnbereich und doch kann sich jeder in sein eigenes Zimmer zurückziehen.“ Die beliebtesten Hotels weltweit sind auf unserer Homepage unter „Award 2015“ aufgeführt, sortiert nach Kategorien wie Badeurlaub, Aktivurlaub und Poolparadies. Und noch ein Tipp vom Profi: „Lesen Sie Hotelbewertungen von anderen Familien. Diese lassen sich auf Holidaycheck.de ganz einfach herausfiltern.“

Was können wir zusammen unternehmen?

Mehrgenerationenurlauber sollten sich schon zu Hause Gedanken darüber machen, welche Ausflüge für alle geeignet sind und was die Kinder nur mit den Eltern oder nur mit den Großeltern unternehmen können. HolidayCheck-Expertin Claudia sagt: „Wird der Besuch im Freizeitpark oder die Inseltour mit dem Mietwagen schon daheim geplant, steigt die Vorfreude und der Urlaub läuft entspannter ab.“ Doch bei aller Planung gilt: Reisen in der Großfamilie sind nicht berechenbar. Ruhe bewahren und umdisponieren, lautet dann die Devise.

Welche Regeln gelten?

„Damit es nicht zum Streit kommt, sollten sich die Erwachsenen vor der Reise auf gewisse Regeln verständigen“, rät die Expertin von HolidayCheck. Eine könnte zum Beispiel lauten: Oma und Opa sind nicht für die Erziehung ihrer Enkel zuständig – das ist Aufgabe der Eltern. Umgekehrt können die Eltern die Verantwortung für ihre Kinder nicht einfach abgeben. Sie müssen übernehmen, wenn es den Großeltern mit den Jüngsten zu viel wird, selbst wenn das vielleicht anders geplant war. „Die wichtigste Regel aber lautet: Geben Sie aufeinander acht! Dann kommt jeder auf seine Kosten und der Mehrgenerationenurlaub wird zu einem unvergesslichen Erlebnis“, sagt Haller.

 

[1] Umfrage unter 1001 HolidayCheck Usern im Juni 2015. Auf die Frage: „Verreisen Sie ab und zu in Gruppen, in denen mehr als zwei Generationen zusammenkommen?“ antworteten 29,07 Prozent mit „Ja“, 66,93 Prozent mit „Nein“ und 4 Prozent mit „Bisher nicht, habe es aber vor“.

[2] In die Auswertung eingeflossen sind Reisen mit zwei Erwachsenen und mindestens einem Kind.