Südkoreanische FlaggeVor der Südwestküste von Südkorea ist am Morgen ein Schiff mit mehr als 450 Menschen an Bord gekentert. Eine groß angelegte Rettungsaktion wurde gestartet.

Am Dienstagabend hatte die Fähre „Sewol“ vom Hafen Incheon in Richtung Jeju abgelegt, als sie in Seenot geriet.  Aufnahmen eines koreanischen Fernsehsenders zeigen, dass sie zur Seite kippte und inzwischen fast komplett unter Wasser steht.

Dutzende Schiffe und Helikopter sind im Rahmen einer Rettungsaktion im Einsatz, um die insgesamt 477 Passagiere und die Crewmitglieder in Sicherheit zu bringen. Es befanden sich mehr als 300 Schüler an Bord der Fähre, die einen Ausflug unternehmen wollten.

Offiziellen Angaben zufolge sind bislang zwei Tote geborgen worden, darunter ein 27-jähriges weibliches Besatzungsmitglied. Die Identität des anderen Opfers ist noch nicht bekannt. Verletzt wurden mindestens 14 Menschen, etliche werden vermisst.

Die Ursache für das Schiffsunglück ist bisher noch unklar. Dichter Nebel zur Zeit des Unfalls lässt Experten jedoch vermuten, die Fähre könnte auf einen Felsen gelaufen sein.