Fähre nach Pattaya

Am Sonntag war es vor Koh Larn, einer beliebten Ausflugs-Insel in Thailand, zu einem Fährenunglück gekommen. Sechs Touristen kamen dabei ums Leben. 19 weitere Menschen wurden verletzt. Nun sucht die Polizei den Kapitän des verunglückten Schiffs.

An Bord befanden sich etwa 200 Touristen und Einheimische. Das zweistöckige Schiff war auf dem Rückweg von der Insel nach Pattaya. Kurz nach dem Ablegen sollen Motorprobleme aufgetreten sein. Viele der Passagiere versuchten sich auf dem oberen Deck in Sicherheit zu bringen. Durch die einseitige Belastung neigte sich das Boot stark und sank bereits wenig später.

Laut Polizei sind bei dem Unglück zwei Russen, ein chinesischer Tourist sowie drei Einheimische gestorben. Unter den geretteten Passagieren war auch ein russischer Junge. Seit gestern wird der Neunjährige auf der Intensivstation eines nahegelegenen Krankenhauses behandelt.

Nach Angaben der Polizei war die Fähre wahrscheinlich überfüllt. Augenzeugen berichteten, auf der Fähre hätte es nicht ausreichend Schwimmwesten gegeben. Einige Passagiere hätten sich demnach verzweifelt an Kühlboxen geklammert. Seit Jahren wird das beliebte Urlaubsland wegen seiner lockeren Sicherheitsstandards kritisiert.

Nach dem Untergang fahndet die thailändische Polizei nach dem Kapitän der Fähre. Der Mann sei kurz nach dem Unglück geflüchtet. Gegen ihn soll Haftbefehl erlassen werden.