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Die EU-Kommission will die Rechte von Flugreisenden stärken. Das Parlament sieht momentan das Recht vor allem auf Seiten der Airlines – Fluggäste hingegen haben es schwer, etwa wenn es um Entschädigungen geht.

Wie tagesschau.de berichtet, fordert das EU-Parlament mehr Rechte für Fluggäste und leichtere Abwicklung in Entschädigungsfällen. „Die Kommission wollte, dass es bei innereuropäischen Flügen eine Entschädigung erst ab fünf Stunden Verspätung gibt. Im Parlament konnten wir durchsetzen, dass es schon ab drei Stunden eine Entschädigung gibt“, erklärt Verkehrsexperte Michael Cramer.

Unter anderem soll nun auch über die „No-Show-Regel“ debattiert werden. Die Regel, dass Airlines Passagieren den Rückflug verwehren, wenn sie den Hinflug nicht angetreten haben, soll nach Möglichkeit gekippt werden.

Verkehrspolitiker Knut Fleckenstein fordert zudem, es müsse „eine Durchsetzungsstelle geben, die Menschen auch hilft, ihr Recht zu bekommen und man nicht erst mühsam den gerichtlichen Weg gehen muss.“ Er setzt sich außerdem dafür ein, dass für die Airline im Beschwerdefall Fristen gelten müssen. „Wenn man etwas bei den Airlines fordert und zwei Monate keine Antwort bekommen hat, dann ist das ein Eingeständnis der Airline, dass man Recht hat“, so Fleckenstein. Die Fluggesellschaften sollen ihren Kunden direkt am Flughafen Raum für Kritik einräumen und Beschwerdeformulare vor Ort anbieten.