Im Meer vor Mallorca wurde heimlich nach Erdölvorkommen gesucht. Die Regionalregierung will von den Arbeiten nichts gewusst haben.

Vor Mallorca sind offentsichtlich Erkundungen nach Erdöl vorgenommen worden, die bisher verheimlicht wurden. Dies geht aus dem Bericht der Umweltministeriums der Balearen hervor. Demnach waren im April 2013 mit sogenannten Airguns unter Wasser Detonationen ausgelöst worden, die zur Erkundung des Meeresbodens nahe der spanischen Ferieninsel dienen sollten. Bei diesen Untersuchungen werden mit Wassermikrofonen die abprallenden Schallwellen aufgefangen. Aus diesen Signalen lässt sich dann ermitteln, ob ein Ölvorkommen möglich ist.

Laut Medienberichten soll der Chef der Regionalregierung der Balearen von den Untersuchungen nichts gewusst haben. Diese sind nicht nur unwissentlich durchgeführt worden, sondern auch schädlich für Wale und andere Unterwassertiere. Die Säugetiere verlieren durch die lauten Geräusche die Orientierung und stranden sogar im schlimmsten Fall.

Die Balearen-Regierung sprach sich auf Forderungen der Initiative „Balears diu No“ (Balearen sagen Nein), die Bevölkerung zu hintergehen, gegen die Suche nach Erdöl aus.