Kurzstrecken können von großen Fluggesellschaften schon längst nicht mehr profitabel bedient werden. Jetzt übernimmt Germanwings samt Re-Design einen Großteil des Europa-Verkehrs. Bleibt der Erfolg aus, bleiben die Kraniche am Boden.

Lufthansa-Chef Christoph Franz bezeichnet es als „die letzte Chance“ für die Airline, eine breit aufgestellte Fluggesellschaft zu bleiben. Was Franz beschreibt: Alle Flüge innerhalb Deutschlands und Europas, die nicht die beiden Drehkreuze Frankfurt und München berühren, werden ab 2013 von der bisherigen Billigflieger-Tochter Germanwings übernommen. Laut DW Online berührt die Kern-Lufthansa bedient nur noch Zubringerrouten nach Frankfurt und München sowie die Langstrecken von dort sowie aus Düsseldorf.

Mit der zu Recht dramatischen Darstellung der aktuellen Lage will Franz seine Mitarbeiter mittels Haus-Zeitung „Lufthanseat“ mitziehen. Vielen müssen nämlich zu Germanwings wechseln, und das empfinden viele stolze Kranich-Kollegen als Abstieg. Nicht nur wegen einem eventuellen Ortswechsel, sondern vor allem auch wegen Gehaltseinbußen. Die Alternative, und daran ließ Franz keinen Zweifel, wäre wohl ein starker Personalabbau.