Costa ConcordiaDas Wetter spielt mit, die See ist ruhig und die letzten Vorbereitungen sind beendet. Heute beginnt die komplizierte Bergung der „Costa Concordia“. Das havarierte Unglücksschiff soll Stück für Stück aufgerichtet werden.

Der Südafrikaner Nick Sloan trägt als Chefingenieur der Bergungsfirma „Titan Salvage“ die Hauptverantwortung dafür, dass dieses riskante Unternehmen gelingt. Der ARD sagte er: „Wenn man sich ansieht, was bis jetzt schon erreicht worden ist – die Unterlage am Meeresgrund, die Auftriebskörper, die Unterwasserplattformen so groß wie eineinhalb Fußballfelder – dann sind wir natürlich sehr zufrieden, dass ein so unglaublicher Plan gelungen ist. Wir freuen uns darauf, das Wrack so schnell wie möglich aufzurichten.“

Hydraulische Seilwinden und die Kraft von über 14.000 Tonnen sollen das Schiff hochziehen und auf die gigantischen Plattformen am Meeresgrund stellen. Dabei werde der marode Schiffsrumpf einem unglaublichen Druck ausgesetzt. Sloan weiter: „Wir wissen, dass es kleinere Schäden beim Aufrichten geben wird, weil wir viel Kraft aufwenden. Wir drücken die Concordia auf der Steuerbordseite zusammen. Und deshalb ist es so wichtig, dass wir diese Unterlage eingerichtet haben, um sie abzustützen.“

Um mögliche Umweltschäden in Grenzen zu halten, wird die „Costa Concordia“ von einem Ring schwimmender Barrieren umgeben. Es ist die aufwändigste Schiffsbergung aller Zeiten. Und die teuerste wie die ARD weiter berichtet. Die Kosten für dieses Unterfangen: 600 Milionen Euro – Tendenz steigend.