Chaos durch Taifun Haiyan

Der Taifun „Haiyan“ hat allein auf den Philippinen tausende Menschenleben gekostet. Bereits am Freitag war der mächtige Sturm über das Land gezogen. In dem verwüsteten Gebiet kommen derweil die ersten Hilfslieferungen an.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 400 Stundenkilometern war der Super-Taifun am Freitag über die Philippinen gefegt. Der Wirbelsturm zählt zu den mächtigsten die je auf Land getroffen sind. Entsprechend groß ist auch die Zerstörung auf den Inseln. Ganze Orte sind von der Überschwemmung verwüstet, Häuser komplett vernichtet und Straßen blockiert. Das volle Ausmaß der Katastrophe ist allerdings noch nicht absehbar.

Die Verzweiflung bei den Überlebenden ist groß. Sie benötigen dringend Lebensmittel und medizinische Versorgung. Verschüttete Straßen und Flughäfen erschweren jedoch die Anreise von internationalen Helfern. Die chaotische Situation lockt unterdessen Plünderer an: in der Stadt Tacloban sind viele Geschäfte ausgeraubt worden.

Aber es gibt auch kleine Lichtblicke: So legte am Sonntagabend das erste Schiff mit 140 Tonnen Hilfsgütern an. Außerdem konnte in Tacloban ein Handymast wieder aufgerichtet werden. Durch den Kontakt zur Außenwelt können die Rettungsmaßnahmen besser koordiniert werden.

Reisende vor Ort werden vom Auswärtige Amt darauf hingewiesen, dass es in den kommenden Tagen zu starken Einschränkungen im Flugverkehr kommen kann.