Bodenmais – was Werbung bewirkt



bodenmaisBodenmais: Ein idyllischer kleiner Ort in Bayern, wo genau weiß ich nicht. Aber dass es dort viele überaus gut bewertete Hotels gibt und eine Marketingmaschinerie, die ihresgleichen sucht, das weiß ich. Nicht etwa durch eine aktive Recherche zu diesem Ort, sondern durch Artikel, Interviews, Social Media-Aktivitäten und weitere Medienmaßnahmen, durch die der Ort und seine Hotellerie auf sich aufmerksam macht.

 

Es funktioniert! Ich habe keinen dieser Artikel jemals aufmerksam gelesen. Und trotzdem weiß ich, dass es dort tolle Hotels gibt. Die mag es anderswo in Deutschland auch geben, doch erzählt niemand sonst so laut von seinem Erfolg. Vor allem die Auszeichnung zweier Hotels in Bodenmais hat für mächtigen Medienrummel gesorgt. Von keinem anderen Gewinnerhotel habe ich so viele stolze Artikel gelesen, wie über die Villa Montana und das Dolce Vita.

Die Medien-Penetration hat funktioniert, zumindest bei mir. Ich frage den Pressesprecher Timo Krause von Bodenmais Tourismus, ob diese Marketingwelle außer bei mir schon Auswirkungen gezeigt hat. Seine Antwort: “Bodenmais ist eine der am stärksten wachsenden Ferienorte in Bayern. So viele Familien mit Kindern haben wir lange nicht mehr gesehen.” Die Zahlen belegen den Aufwärtstrend deutlich: In diesem Sommer lag der Zuwachs an Gästen bei fast 25 Prozent.

Und die Marketingwelle rollt weiter: Ein großer Weihnachtsmarkt vom 11. bis 13. Dezember mit zahlreichen Kinderattraktionen soll jetzt Besucher von weither anziehen. Erstmals fährt deshalb ein “Weihnachtsexpress” vom Ruhrgebiet ins kleine Bodenmais. Neueste Attraktion dabei: Der Sänger und DSDS-Star Daniel Küblböck wird bereits im Zug den Gästen das ein oder andere Bier zapfen.

Wieso ich von diesem Ort und seiner Geschichte erzähle? Ich finde es bewundernswert, wie sich ein  so kleiner Ort mit einfachen Maßnahmen in kürzester Zeit ins Gedächtnis der Menschen rückt. Ich habe schon oft die Kritik gehört, dass kleine Hotels in unbekannten Orten keinerlei Chancen hätten, einen HolidayCheck Award zu gewinnen. Für all diejenigen ist Bodenmais ein beispielhafter Vorreiter.

Vielleicht sind auch bei der nächsten Verleihung wieder die Lieblinge aus Bayern dabei. Wir drücken allen die Daumen, die sich wie die Hotels im Bodenmais so ins Zeug legen, um den Tourismus im Ort voran zu treiben.


  1. Ich finde das schon sehr mutig, den Hotels zu unterstellen, dass sie nicht kalkulieren können. Nicht nur Bodenmaiser Hotels arbeiten mit diesen Verasnstaltern. Man findet dort ebenfalls 5 Sterne Kettenhotels. Können die auch nicht rechnen :) Ein Hotel zu füllen ist immer mit Mischkalkulation verbunden. Keiner von uns möchte mit vollem Haus pleite gehen!!! Was denken die Kollegen darüber?


  2. Hallo Nadja,
    wir, vom Dolce Vita, freuen uns sehr, dass Bodenmais auf sich aufmerksam macht. Da bleiben wir doch mal gleich bei der Werbung: damit Sie Bodenmais weiterhin nicht nur von unseren PR-Artikel kennen lernen, laden wir Sie gerne für 2 Übernachtungen nach Bodenmais zu einer kleinen Erfa-Runde ein. Freue mich auf das Feedback!


  3. Seit 1963 kenne ich Bodenmais. Nicht durch Hotelwerbungen (die gab es 1963 noch gar nicht) wird mir dieser Ort immer im Gedächtnis bleiben, sondern durch meine Eltern. Für mich war dies als kleiner Junge der “Negative Höhepunkt” der Urlaubsplanung, wenn es hieß “Wir fahren dieses Jahr in den Bayrischen Wald nach Bodenmais”. Das waren dann 14 “total langweilige Tage”.
    1980 kam ich durch Zufall mit meiner Frau wieder nach Bodenmais. Siehe da, die Stadt hatte sich positiv total verändert. Es waren ausgeschilderte Wanderwege vorhanden und durch die variantenreichen Wandernadeln, die nach Erreichen der jeweils geforderten Punktzahl mit einer Urkunde im dortigen Kuramt überreicht wurden; dies ging bis hin zum Wanderkristall. Nebenbei trainierte man auf den Wanderungen über Stock und Stein noch seinen Körper und die Gesundheit. Wir hatten in all den Jahren immer eine Ferienwohnung gebucht; nie ein Hotelzimmer.
    Den Artikel “Bodenmais-was Werbung bewirkt” habe ich mit Interesse gelesen; die Marketingstrategie von Bodenmais finde ich allerdings sehr anspruchsvoll. Allerdings kann es sein, dass man auch jetzt der jüngeren Generation Bodenmais schmackhaft machen möchte.


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