Die Hauptstadt führt ab 2013 eine Bettensteuer ein. Mit der so genannten City Tax möchte Berlin seine Kreativszene bezuschussen. Touristen zahlen die Steuer für private Hotelübernachtungen.

Ab 2013 geht es Hauptstadttouristen zusätzlich ans Portemonnaie. Für private Hotelübernachtungen ist dann die City Tax zu entrichten. Nach Angaben der Online-Ausgabe der Süddeutschen ist durch die Einführung der Bettensteuer mit Mehreinnahmen von jährlich etwa 20 Millionen Euro zu rechnen.  Die Abgeordneten der Regierungskoalition und die Finanzsekretärin sind sich einig darüber, dass die Gelder ausschließlich der Förderung der Berliner Kultur kommen sollen.

Derzeit entfallen 95 Prozent der Berliner Kulturförderung auf institutionelle Einrichtungen. Die übrigen Museen und Theater müssen die restlichen Gelder unter sich aufteilen. Jüngere Umfragen zeigen angeblich, dass die pulsierende Kulturszene der Stadt ein Hauptanreisegrund für die Touristen ist. Hiermit seinen allerdings nicht die Staatsoper oder die Nationalgalerie sondern vielmehr Museen und Theater sowie Club-, Einkaufs- und Designkultur gemeint. Diese Einrichtungen sollen deshalb durch die Gelder unterstützt werden.

Da die Steuer aber an keinen Verwendungszweck verbindlich gebunden ist, sondern erst einmal in den Gesamthaushalt fließt, fürchten Kritiker, dass die Gelder nicht uneingeschränkt der Kulturszene zukommen könnten sondern für andere Zwecke genutzt werden.