Wie jetzt durch die britischen Sicherheitsbehörden bekannt wurde, kam es am 23. Juni über Schottland beinahe zu einer Katastrophe mit zwei Passagierflugzeugen. In zehn Kilometern Höhe seien die beiden Maschinen der Lufthansa und der British Airways nur knapp einem Zusammenstoß entgangen.

Die Behörde selbst wollte die Fluggesellschaften nicht benennen. Nun wurde bekannt, dass eine 747-8 Jumbo der Lufthansa sowie eine 747-Maschine von British Airways an dem Zwischenfall beteiligt waren. Laut Bericht hätten gleich beide Besatzungen der Flugzeuge die Kommandos des vom Boden falsch interpretiert.
Während sich die zwei Jumbos in der Nähe von Glasgow immer näher kamen, sei im Cockpit von den Fehlern nichts bemerkt worden. Da beide Besatzungen stattdessen die Anweisungen des automatischen Kollisionswarnsystem strikt befolgten, konnte die gefährliche Situation rechtzeitig beendet werden.

Ein Sprecher der Lufthansa räumte ein, dass ein 747-8-Modell auf dem Weg von Frankfurt nach Washington in diesen Vorfall verwickelt war. Er gab zudem an, dass beide Besatzungen den Anweisungen des Warnsystems folgten und deshalb keinerlei Kollisionsgefahr bestand.
Laut der britischen Luftsicherheitsbehörde haben sich die beiden Jumbos bis auf gut fünf Kilometer angenähert. Zeitweise trennten die beiden Maschinen nur noch 30 Meter Höhenunterschied. Wie viele Passagiere sich auf beiden Flügen befanden, wurde nicht bekannt.

Ermittler untersuchen nun, weshalb die Besatzungen auf die Anweisungen des Anti-Kollisionssystems reagierten, aber die des Towers missachteten. Es soll auch geklärt werden, inwiefern die Befehle Lotsen zu der brenzligen Situation beigetragen haben.