„Do eant!“ Diese Worte saßen. Was hatte ich nur angestellt, dass ich plötzlich auf so grob-niederbayerische Art angebellt wurde?! Wir wollten eigentlich nur in den Bus umsteigen und nun das: Ich hatte wohl den örtlichen Gepflogenheiten nicht entsprochen? Ein beklemmendes Drücken im Magen beschlich mich in der Fremde. Es fühlte sich wirklich seltsam an: Als stünde ich im Tiger-String mitten im Petersdom und der Papst persönlich hätte mich erwischt…

Bayerischer WaldSehr zum Glück hatte ich aber meine Freundin dabei, die mir direkt zur Hilfe eilte. Sie klärte mich auf, dass es nichts anderes hieß als „Dort hinten“ – das war der Platz, an dem ich unseren Kinderwagen im Bus verstauen sollte. Es ist immer gut jemanden dabei zu haben, der sich auskennt…

Die Eltern meiner Freundin waren erst vor Kurzem in den „Woid“ gezogen (so nennt der Einheimische „Woidler“ den Bayerischen Wald). Höchste Zeit also, dort vorstellig zu werden und den ersten Trip in den Bayerwald anzutreten – viele weitere sollten folgen.

Es war gleichwohl die erste und wertvollste Lektion, die ich lernen sollte in der zukünftigen Beziehung zwischen dem „Woid“ und mir: Auch wenn der Bayerische Wald zunächst grob, kantig und oftmals fernab von Allem erscheint, so ist er in Wirklichkeit hell, freundlich und mitten im Herzen von Europa. Die Menschen (genau: die „Woidler“;-)) sind aufgeschlossen, können gut feiern und sind so herzig, dass man am liebsten jeden von ihnen einzeln drücken mag. Man fühlt sich gern bei ihnen aufgenommen!

Sogar den Borkenkäfer – der lange Zeit ihre Wälder aufgefressen hat – haben sie adoptiert und zu einem echten Woidler gemacht. Hier im Bayerischen Wald ist Natur nämlich noch Natur: Sie darf gammeln und liegen, sprießen und wachsen wie sie gerade lustig ist.

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist einer der letzten europäischen Urwälder, die es noch gibt. Weitere gibt es höchstens noch in Skandinavien oder Russland. Und allein dieser bayerische Dschungel ist (mindestens) eine Reise wert.

Mein Tipp: Ein Spaziergang zum Schwellhäusl, eine Wanderung auf den großen Falkenstein oder eine Tour auf den Arber um die Natur zu erleben! Wer aber glaubt, dass damit bereits das Freizeitprogramm abgefrühstückt ist, der irrt sich gewaltig: In Freizeitparks gibt es echte Bären zu sehen. Die Kurven zwischen den Bergen laden den Motorbiker zum Cruisen ein, die Kurven in den Bergen jeden Mountainbiker zum Shredden.

Es gibt Burgen zu erkunden, Biergärten zum Relaxen, Hochseilparks zu erobern (den höchsten Europas!), Freilichtmuseen zu bestaunen. Die unzähligen Feste und Festchen sind nicht zu vergessen. Ein Blick in den Veranstaltungskalender lohnt sich. Zudem zeigen und lehren Glasmanufakturen die Kunst des Glasblasens und des Schleifens. Wussten Sie etwa, dass fast alle bedeutenden Kristallpokale der Welt aus Bodenmais kommen? Ich staune selbst!

Do eant – dort hinten im Bayerischen Wald ist aber vor allem eines nicht zu vergessen: Sie werden willkommen sein in jedem Shop, Restaurant und jeder Unterkunft. Deshalb wundert es mich nicht, dass HolidayCheck-User finden, Bodenmais sei der gastfreundlichste Ort in Deutschland. Vor allem als Schwabe (wie ich) ist man das nicht gewohnt 😉 Deshalb sei auch das noch schnell erwähnt: Service gibt’s hier zu günstigen Preisen, für die sie an anderer Stelle noch nicht mal die Hälfte bekommen!

Wer sich selbst einmal davon überzeugen möchte und durch den Dschungel im Nationalpark Bayerischer Wald wandern möchte: Bis Sonntag gibt es bei unserem großen Bodenmais-Gewinnspiel eine Woche für zwei Personen in der Villa Montara in Bodenmais zu gewinnen. Also los: Mitmachen, Schätzfrage beantworten und gewinnen!