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Die zunehmend gewaltsamen Proteste in Bangkok scheinen kein Ende zu nehmen. Nun hat die thailändische Regierung für Bangkok und die Umgebung den Ausnahmezustand verhängt. Für bereits gebuchte Reisen in die Hauptstadt besteht ein ein Sonderkündigungsrecht.

Wegen anhaltender Proteste verhängte Thailands Regierung am Dienstag den Ausnahmezustand für Bangkok und die unmittelbare Umgebung. Der Notstand bildet für Regierung und Sicherheitskräfte eine Basis, um etwa nächtliche Ausgangssperren erteilen zu können. Wer nun seine geplante Reise nach Thailand nicht mehr antreten möchte, kann diese laut einer dpa-Meldung kostenlos stornieren, wenn ein Aufenthalt in Bangkok als wesentlicher Teil der Reise vorgesehen wäre.

Diese Regelung gilt aber nicht, wenn die Reise hauptsächlich durch andere Teile des Landes geplant ist. Sollte man den Vertrag kündigen, muss mit Gebühren gerechnet werden. Der Reiserechtler Paul Degott erklärt, es sei nicht exakt abzugrenzen ab wann nun ein Bangkok-Aufenthalt den wesentlichen Teil der Reise ausmache. Von einem 50 prozentigen Anteil könne man aber ausgehen.

Denn wer rund die Hälfte seines Urlaubes in Bangkok verbringen würde, müsste mit massiven Einschränkungen durch den Ausnahmezustand rechnen. Wer rechtmäßig vom Vertrag zurück tritt, könne mit 100 Prozent Rückerstattung rechnen. Aber der Ausnahmezustand sei höhere Gewalt und so bestehe kein Anspruch auf Schadenersatz, wenn der Urlaub deshalb nicht stattfinden kann.