1162114789Die Deutsche Bahn hat bestätigt, was viele befürchtet hatten:  Die Ticketpreise im Nah- und Fernverkehr steigen mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember. Im Fernverkehr bedeutet das einen Aufschlag um 2,5 Prozent  des Normalpreises – Zeitkarten sind davon aber ausgenommen.

Die Preissteigerung betrifft unter anderem die Bahncard 50, die Sitzplatzreservierung sowie die Preise für Wochen-, Monats- und Jahrestickets im Nahverkehr.

Für ein Schönes-Wochenende-Ticket muss der Fahrgast dann zwei Euro mehr bezahlen. Auch einige Ländertickets sollen ab Dezember teurer werden. An einigen Angeboten ändert sich zunächst aber nichts: So bleiben die Spezial-Sonderpreise, die ermäßigten Bahncards für Jugendliche und Senioren sowie die Bahncard 100 unverändert. „Dass auch unsere Sparangebote ab 29 Euro innerhalb Deutschlands konstant bleiben und sich damit die Hälfte aller Fahrten im Fernverkehr nicht verteuern, zeigt, dass wir die insgesamt gestiegenen Kosten nur sehr moderat an unsere Kunden weitergeben“, gibt Ulrich Homburg, Vorstand für Personenverkehr der Bahn zu verstehen.

Als Begründung nennt der Konzern einen Anstieg der Personalkosten im Fernverkehr um vier Prozent. Vollständig von den Preisänderungen ausgenommen, ist die Verbindung von Köln und Düsseldorf nach Berlin. Aufgrund des Elbhochwassers im vergangenen Sommer ist auf diesen Strecken die Haupttrasse noch bis November gesperrt. „Für das Hochwasser und seine Folgen für unsere Kunden können wir zwar nichts. Weil wir die durch Umleitungen und längere Fahrzeiten betroffenen Reisenden und unsere Stammkunden aber weiterhin an uns binden wollen, haben wir uns bewusst für die Nullrunden in diesen Segmenten entschieden“, so Homburg.