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Wer während dem Urlaub krank wird, muss das umgehend der Notrufzentrale seiner Auslandsversicherung melden. Geschieht dies nicht, muss die Versicherung nicht für die ärztliche Behandlung aufkommen – das zeigt ein aktuelles Urteil.

Eine Auslandskrankenversicherung muss die Behandlung eines Versicherten nicht bezahlen, wenn dieser die Erkrankung nicht an die Notrufzentrale der Versicherung gemeldet hat. Darüber urteilte jetzt das Münchner Amtsgericht.

In diesem Fall litt ein Urlauber während einer Afrika-Reise unter schweren Magenkrämpfen, Erbrechen und Durchfall, was schließlich zu einem Kreislaufzusammenbruch führte. Von Mitreisenden wurde er in eine Klinik eingeliefert, wo er eine Woche lang behandelt wurde. Nach seiner Ankunft zuhause reichte er lediglich die Rechnung für die Behandlung bei der Versicherung ein. Insgesamt beliefen sich die Krankenhauskosten auf 3265 Euro.

Die Versicherung weigerte sich, für die Behandlung aufzukommen. Das Gericht gab ihr Recht. Zwar müsse die Versicherung bei akuten Fällen im Ausland die Behandlungskosten erstatten, die Beweispflicht liege jedoch beim Versicherten. Ohne offizielle Unterlagen der Ärzte konnte er den Grund für die Behandlung jedoch nicht nachweisen. Schließlich hatte der Kläger den Versicherungsbedingungen zugestimmt – dazu gehörte die Bedingung, die Notrufzentrale im Krankheitsfall einzuschalten. Ohne offizielle Diagnose eines Arztes sei eine Klinikrechnung nicht ausreichend.