Anschlag im Badeort Sousse

Vor wenigen Tagen hatte ein Attentäter vor einem Hotel im Badeort Sousse einen Sprengstoffanschlag verübt. Ausflüge auf dem Festland sind vorerst abgesagt worden. Dennoch scheinen die Touristen vor Ort nicht verunsichert. Reiseveranstalter bieten zunächst keine kostenlose Stornierung von Tunesien-Reisen an.

Als der Anschlag sich am Mittwoch ereignete, waren 100 Kunden des Anbieters DER Touristik im betroffenen Hotel in Sousse. Der Veranstalter bot ihnen an, in ein anderes Hotel umzuziehen. Dieses Angebot habe aber keiner in Anspruch genommen. Eine große Verunsicherung bei den Kunden scheint es nicht zu geben. Kostenlose Stornierungen und Umbuchungen bevorstehender Reisen bietet DER Touristik daher nicht an.

Bei Thomas Cook und Neckermann sieht man hier ebenfalls kein Grund zur Sorge. Da das Auswärtige Amt seine Reisehinweise nicht grundsätzlich verschärft habe, können Kunden anstehende Reisen nicht kostenlos umbuchen oder stornieren, sagte ein Sprecher.

Nach Angaben des tunesischen Innenministeriums ereignete sich der Anschlag vor wenigen Tagen am Strand von Sousse. Der Mann zündete dort einen Sprengstoffgürtel. Unter den Menschen vor Ort brach Panik aus. Verletzt wurde dabei niemand.

Im beliebten Ort Monastir soll außerdem ein Anschlag verhindert worden sein. Die Polizei nahm einen Mann fest, der sich am Grab des ersten Präsidenten des Landes in die Luft sprengen wollte. Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden lediglich, im gesamten Land vorsichtig zu sein. Außerdem wird auf verstärkte Polizeikontrollen hingewiesen.