Der Cocktail an der Bar, der Eisbecher am Pool, unbegrenzt viele Yoga-Kurse und der Kinderclub noch dazu – viele Reisende schwören für ihren Urlaub auf „All Inclusive“ – alles inklusive, AI, sich einfach mal keine Gedanken um Extrakosten machen.

Die Sache sollte eigentlich recht einfach sein, wenn alles bei der Buchung der Reise pauschal bezahlt wird. Anbieter lassen sich jedoch immer wieder neue „All Inclusive“-Varianten einfallen. Begriffe wie All Inclusive Premium, Soft oder Ultra sorgen bei vielen Urlaubern eher für Verwirrung als für Klarheit. Wir geben einen Überblick über die gängigsten „All Inclusive“-Varianten und sorgen so für einen erholsamen Urlaub ohne ungewünschte Überraschungen!

 

Das Rundum-Sorglos-Paket?

Die Vorteile von „All Inclusive“ liegen auf der Hand: Da alles schon vorab bezahlt ist, muss man sich im Urlaub keine lästigen Gedanken mehr über wachsende Rechnungen oder versteckte Kostenfallen machen. Reisende schätzen diese Planungssicherheit und ärgern sich deshalb im Nachhinein besonders über vermeintlich falsch abgerechnete Kosten. Doch „All Inclusive“ bedeutet nicht zwangsläufig alle Leistungen des Hotels uneingeschränkt nutzen zu können! Da der Begriff nicht geschützt ist, können Reiseanbieter theoretisch schon „All Inclusive“-Reisen anpreisen, bei denen lediglich der Begrüßungsdrink inkludiert ist.

All Inclusive ist nicht gleich All Inclusive

Je nach Hotel und Reiseanbieter gibt es große Unterschiede zwischen den „All Inclusive“-Angeboten. Teilweise sind nur bestimmte alkoholische Getränke inklusive, so zum Beispiel die lokale Biermarke. Wichtig sind auch die Uhrzeiten, zu denen das Angebot gilt: Ein Cocktail am Pool kann zwischen 13 und 15 Uhr inklusive sein, am Abend aber nicht mehr. Auch Freizeitangebote und die Nutzung der hoteleigenen Sportanlagen sind nicht immer im Preis inbegriffen.

Vor der Buchung gilt deshalb: Aufmerksam die Beschreibungen der Reiseveranstalter durchlesen! Diese haben immer die genauen Konditionen für das jeweilige „All Inclusive“-Angebot des Hotels aufgelistet. Und falls dennoch Unklarheit besteht: Unbedingt nachfragen.

Was bedeuten die verschiedenen „All Inclusive“-Varianten?

Wir erklären die gängigsten:

All Inclusive

All Inclusive Bedeutungen: VollpensionBei „All Inclusive“ sind Getränke auch außerhalb der Mahlzeiten sowie Softdrinks und Eis im Preis inbegriffen. Allerdings werden in der Regel ortsübliche Getränke gereicht. Nur selten sind  Markengetränke und bekannte Biersorten mit eingeschlossen. Urlauber sollten zudem unbedingt auf Sperrzeiten achten: Nach 22 Uhr muss oft alles bezahlt werden. Neben der Verpflegung unterhalten Hotels ihre Gäste oft mit Animationen und Abendveranstaltungen und auch Sport- und Fitnessanlagen dürfen genutzt werden.

 

All Inclusive plus / ultra / premium

All Inclusive Bedeutungen: All Inclusive plusBei dieser Variante werden Urlaubern meist einige schöne Extra-Leistungen geboten. So können bestimmte Spa-Behandlungen, ein Shuttle-Service zum Hotel, importierte alkoholische Getränke oder das kostenlose Auffüllen der Minibar im Preis inbegriffen sein.

 

 

All Inclusive light / soft

All Inclusive Bedeutungen: All Inclusive lightWie der Name schon andeutet bieten viele Reiseveranstalter „soft“ als eine abgespeckte Variante von „All Inclusive“ an. Dies kann ein weniger umfangreiches Buffet oder eine reduzierte Auswahl bei den Softdrinks bedeuten. Oft sind hier auch keinerlei alkoholische Getränke im Angebot eingeschlossen.

 

 

 

Halbpension plus

All Inclusive Bedeutungen: Halbpension PlusBuchen Urlauber Halbpension, können sie in der Regel davon ausgehen, dass Frühstück und ein warmes Abendessen im Preis inbegriffen sind. Getränke müssen abends meist extra gezahlt werden. Das „Plus“ wertet die warme Hauptmahlzeit auf: Je nach Hotel gibt es zum Abendessen Hausgetränke inklusive oder zusätzlich Kaffee und Kuchen am Nachmittag.

 

 

Vollpension plus

All Inclusive Bedeutungen: Vollpension plusVollpension beinhaltet drei Mahlzeiten am Tag: Frühstück, Mittag- und Abendessen. Wurde „Vollpension plus“ gebucht, können sich Urlauber in der Regel über Getränke ohne zusätzliche Kosten freuen. Vorsicht: Unter „freie Getränke“ versteht man beispielsweise häufig, dass der übliche Hauswein statt des edlen Tranks aus der Weinkarte ausgeschenkt wird. Auch bei Vollpension plus gehören oft Kaffee und Kuchen dazu.

 

All Inclusive Wellness und Fitness

All Inclusive Wellness und FitnessGerade hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Angaben des Reiseveranstalters. Meist sind Spa- und Fitnessbereiche nur zu bestimmten Zeiten nutzbar. Manche Hotels bieten Wellnessbehandlungen ein- oder zweimal pro Aufenthalt kostenlos an, darüber hinaus muss gezahlt werden. Aufwendigere Sportangebote wie Tennis oder Tauchen sind zwar manchmal im Preis inbegriffen, jedoch auf eine bestimmte Stundenanzahl pro Gast beschränkt.