Der Europäische Gerichtshof verbessert die Schadensersatzansprüche von Familien und Reisegruppen bei verlorenem Fluggepäck: Die Entschädigungshöhe für vermisste Koffer bemisst sich künftig nach der betroffenen Personenzahl und nicht pauschal für das Gepäckstück.

Geht auf dem Flug ein Gepäckstück verloren, steht künftig jedem vom Verlust betroffenen Reisenden eine Entschädigung zu. Nach Angaben der Online-Ausgabe der Zeit entschied der Europäische Gerichtshof in Luxemburg, dass Fluggesellschaften jedem Passagier, auch wenn er seine Gegenstände im Gepäck eines Mitreisenden verstaut, bei Verlust eine Entschädigung zahlen müssen. Bis zu 1.100 Euro pro Person kann die Schadenszahlung betragen.

Allerdings müssen die Reisenden nachweisen, dass im vermissten Gepäckstück ihre Gegenstände enthalten waren. Für das Gericht sei bei einer Familie beispielsweise ein gemeinsamer Ticketkauf oder Check-In als Nachweis ausreichend.

Geklagt hatte eine spanische Familie, der auf dem Flug mit Iberia von Barcelona nach Paris beide Koffer abhandenkam. Sie forderten eine Entschädigung von 1.100 Euro pro Person.