Die Autobahn A7 wird in den kommenden zehn Jahren die Anreise hunderter Urlauber in Richtung Sylt behindern. Der Tourismus vor Ort setzt auf mehr Zug- und Flugverbindungen.

Die Erneuerung der Autobahn 7 vom nördlichen Ausgang des Elbtunnels in Hamburg bus zum gut 85 Kilometer entfernten Bordesholmer Kreuz in Schleswig-Holstein wird die Autofahrer in den kommenden zehn Jahren begleiten. Vor allem Sylt-Urlauber aus dem Süden der Republik sind stark betroffen. Kilometerlange Verkehrsstaus sind daher die Folge. Laut Medienberichten könne sich die Situation im Herbst aufgrund des Lärmschutztunnels in Schnelsen und noch einmal im kommenden Frühjahr die Erweiterung der A7 von vier auf sechs Spuren im Kreis Segeberg durch die Ferienzeiten verschlimmern.

Der Geschäftsführer von Sylt Tourismus Zentrale GmbH Günter Schroeder kümmert sich nun um alternative Anreisemöglichkeiten. Die Deutsche Bahn produziert bereits Flyer, die für die Bahnreise nach Sylt werben sollen. Auch die Fluggesellschaft Air Berlin biete allein im Sommer jede Woche 50 Hin- und Rückflüge innerhalb Deutschlands an. Ob ein extra Angebot für die Zukunft dazukommt, ist noch unklar. Jedoch wird auch hier vermehrt für eine alternative Anreise zur Autofahrt geworben, um keine Urlauber von der Insel fernzuhalten.